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International Journal of Esthetic Dentistry  (Deutsche Ausgabe)
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Int J Esthet Dent 12 (2017), Nr. 2     3. Juli 2017
Int J Esthet Dent 12 (2017), Nr. 2  (03.07.2017)

Seite 218-244


Indirekte adhäsive Restaurationen im Seitenzahnbereich: Aktuelle Indikationen und morphologisch orientierte Präparationstechnik
Veneziani, Marco
Ziel dieses Artikels ist es, die Indikationen für adhäsiv befestigte Restaurationen zu bestimmen und ein korrektes Schritt-für-Schritt-Protokoll für Zahnärzte zu entwickeln. Die neuen Regeln für die Kavitätenpräparation beruhen auf morphologischen Überlegungen zur Geometrie (Kronenäquator, Neigung der Höcker) und Struktur (Dentinkonkavität, Schmelzkonvexität). Es werden frühere Präparationskonzepte diskutiert, die nicht ausschließlich für adhäsive Restaurationen entwickelt wurden und deshalb für adhäsive Versorgungen nicht substanzschonend genug oder ungeeignet sind. Die neue Kavitätenform besteht aus kontinuierlich geneigten Kavitätenrändern (Hohlkehle oder konkave Abschrägung) im Bereich der axialen Wände, sofern diese sich koronal des Zahnäquators befinden. In approximalen Kästen und axialen Wänden, deren Ränder apikal des Zahnäquators liegen, wird eine 1,2 mm breite 90°-Stufe präpariert. Die Präparation der Okklusalfläche folgt der Anatomie und verzichtet auf Nuten und Ecken. Der Autor schlägt vor, auf Schulterpräparationen der Ränder um Höcker, okklusale Nuten und Pins zu verzichten, da sie weniger substanzschonend und für die Adhäsion ungeeignet sind und unnötig Dentin exponieren. Die praktischen Vorteile des vorgeschlagenen neuen "anatomischen" Präparationsdesigns sind: (1) qualitative Verbesserung der Adhäsion (optimaler Anschnitt der Schmelzprismen, Vergrößerung der verfügbaren Schmelzoberfläche), (2) Minimierung des freigelegten Dentins, (3) maximale Schonung der Zahnhartsubstanz (dank Kavitätengestaltung für die Zementierung mit restaurativen Kompositen, Verbesserung des Zementflusses und leichterer Überschussentfernung) und (4) optimale ästhetische Integration dank geneigter Ebenen, die zu besseren Übergängen zwischen Zahn und Restauration führen. Diese Präparationsregeln lassen sich für alle adhäsiv befestigten Restaurationen erfolgreich anwenden, sowohl bei klassischen Formen (Inlay, Onlay, Overlay) als auch bei neuen Restaurationstypen (additives Overlay, okklusales Veneer, Overlay-Veneer, Long-wrap-Overlay, adhäsive Krone). So wird ein Gleichgewicht zwischen Restauration und Prothetik hergestellt, das durch einen konservativen Umgang mit der Zahnhartsubstanz gekennzeichnet ist.
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