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International Journal of Esthetic Dentistry  (Deutsche Ausgabe)
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Int J Esthet Dent 10 (2015), Nr. 2     4. Juni 2015
Int J Esthet Dent 10 (2015), Nr. 2  (04.06.2015)

Seite 222-239


Evidenzbasierte Konzepte und Techniken für adhäsive Inlays und Onlays. Teil I: Historische Entwicklung und klinische Begründung für einen biosubstitutiven Ansatz
Dietschi, Didier / Spreafico, Roberto
In Teil I dieser Serie werden aktualisierte Richtlinien und ein moderner Behandlungsansatz für indirekte adhäsive Restaurationen im Seitenzahnbereich auf Grundlage der besten verfügbaren wissenschaftlichen Evidenz und klinischer Langzeitdaten vorgestellt. Das vorgeschlagene Behandlungskonzept beruht auf folgenden Grundideen: (1) Adhäsive Unterfüllung (duales Bonding [Dual Bonding, DB] und optimierte Kavitätenform [Cavity Design Optimization, CDO]), (2) ggf. gleichzeitige Verlegung tiefer zervikaler Ränder (Cervical Margin Relocation, CMR) vor (3) der Abformung, um eine konservativere Präparation und nachvollziehbare Arbeitsschritte sicherzustellen, sowie (4) Verwendung lichthärtender Befestigungsmaterialien mit hohem Füllstoffanteil (kontrollierte adhäsive Zementierung [Controlled Adhesive Cementation, CAC]) in Kombination mit erleichtertem Einsetzen der Restauration, mithilfe von (Ultra-)Schallinstrumenten und/oder der Erwärmung des Materials. Das vorgestellte klinische Protokoll hilft dem Zahnarzt, häufig auftretende Probleme bei der Präparation, Trockenlegung, Abformung und Zementierung zahnfarbener Inlays und Onlays zu lösen. Das Konzept ist sowohl auf Keramik als auch auf Komposit anwendbar, da keines der Materialien sich bezüglich seiner physikalisch-chemischen Eigenschaften und Handhabung als das praktikabelste und verlässlichste für alle Indikationen erwiesen hat. Wegen ihrer monolithischen Natur ohne genaue Nachbildung der natürlichen Dentin- Schmelz-Struktur können wir solche indirekten Restaurationen momentan eher nur als Biosubstitution bezeichnen.
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