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International Journal of Esthetic Dentistry  (Deutsche Ausgabe)
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Int J Esthet Dent 14 (2019), Nr. 3     27. Sep. 2019
Int J Esthet Dent 14 (2019), Nr. 3  (27.09.2019)

Seite 284-296


Minimalinvasive Tangentialpräparation für Keramikveneers: Eine retrospektive klinische Multicenter-Nachbeobachtungsstudie an 265 Lithiumdisilikatveneers
Imburgia, Mario / Cortellini, Davide / Valenti, Marco
Hintergrund: Die ästhetische Behandlung der Frontzähne ist immer eine besondere Herausforderung. Dank der Fortschritten bei den Dentalmaterialien stehen für diese Behandlung inzwischen vielfältige Möglichkeiten, wie Kompositrestaurationen, Vollkeramikkronen und Keramikveneers zur Verfügung. Die aktuelle Herausforderung in der rekonstruktiven Zahnmedizin lautet: Wie lassen sich hochästhetische Ergebnisse erreichen, während zugleich die biologischen Strukturen so weit wie möglich geschont werden? Mit der Einführung ätzbarer hochfester Keramiken haben Zahnärzte und Zahntechniker heute Materialien und Verfahren zur Hand, die eine minimalinvasive Wiederherstellung der Ästhetik und Funktion erlauben. Mit Vollkeramiken und Adhäsivsystemen der neuesten Generation lässt sich die vorhandene Zahnsubstanz insbesondere bei Einzelzahnversorgungen noch besser erhalten.
Ziel: Ziel war die Bewertung der klinischen Bewährung von Lithiumdisilikatveneers mit Federrand.
Material und Methoden: Insgesamt 265 Lithiumdisilikatveneers wurden nach Flusssäureätzung und Oberflächensilanisierung mit einem Befestigungskomposit befestigt und von verschiedenen Zahnärzten nachuntersucht. Die Veneers wurden bei 53 Patienten (32 weiblich, 21 männlich) zwischen Oktober 2009 und April 2015 eingesetzt und im Mittel 54,4 Monate nachbeobachtet. Eingesetzt wurden die Veneers in folgender Verteilung: 211 im Oberkiefer (77: zentrale Schneidezähne, 65: laterale Schneidezähne, 49: Eckzähne, 12: erste Prämolaren, 5: zweite Prämolaren) und 54 im Unterkiefer (16: zentrale Schneidezähne, 14: laterale Schneidezähne, 13: Eckzähne, 6: erste Prämolaren, 1: zweiter Prämolar, 2: erste Molaren, 2: zweite Molaren). Die klinische Auswertung basierte auf den modifizierten Kriterien der California Dental Association (CDA) und den Ryge-Kriterien, wozu alle Patienten zwischen Januar und März 2017 wiedereinbestellt wurden. Bewertet wurden folgende klinischen Parameter: Farbpassung, Qualität der Keramikoberfläche, Randverfärbung und Randschluss. Die Daten wurden mittels deskriptiver statistischer Verfahren analysiert.
Ergebnisse: Die klinische Überlebensrate der 265 Veneers nach dem Beobachtungszeitraum lag bei 99,63 %. Bei einer Restauration war nach drei Jahren in Funktion infolge eines Traumas ein Adhäsionsversagen eingetreten. Die Farbpassung wurde bei 93,9 % der Restaurationen (248/265) als Alfa und bei 6,4 % (17/265) als Bravo bewertet, und es gab keine Charlie- oder Delta-Wertungen. Die Keramikoberfläche erhielt bei 97,7 % der Veneers (259/265) die Bewertung Alfa und bei 2,2 % (6/265) die Bewertung Bravo. Die Randverfärbung wurde bei 97,3 % (257/265) als Alfa, bei 3 % (8/265) als Bravo und der Randschluss bei 96,9 % (256/265) als Alfa und bei 3,4 % (9/265) als Bravo bewertet.
Schlussfolgerung: In dieser retrospektiven Analyse zeigten Lithiumdisilikatveneers mit vertikaler Randpräparation bei den Parametern Farbpassung, Keramikoberfläche, Randverfärbung und Randschluss eine gute klinische Bewährung. Trotz der beobachteten Ergebnisse sind weitere klinische Studien nötig, um die langfristige Bewährung dieser Art der Restauration zu untersuchen.
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